| Das ist nicht das Problem. Wir sind zwar eingespannt in Pflichten. Familie, Schule, Arbeit. Wir sind zwar umgeben von Leuten, die uns mit ihren Gesichtern, ihren Meinungen und Urteilen, ihren Erwartungen, Ansprüchen und Forderungen okkupieren. Unsere Kommunikation ist wohl zu distanziert und reduziert. Emails, SMS, Telefon. Wir bewegen uns auch zuviel zwischen Menschenmassen. Aber das macht nichts. Das ist nicht das Problem. Wir kommen zurecht. Uns geht's sogar gut. Wir machen zu viele Sachen, weil die von uns erwartet werden. Wir machen viele Sachen, weil wir von anderen dazu verführt werden. Wir machen viele Sachen, weil wir manipuliert werden. Wir machen viele Sachen, weil das alle so machen. Wir machen viele Sachen, die einfach getan werden müssen. Wir machen viele Sachen, weil wir es gewohnt sind, uns irgendwann angewöhnt haben. Wir machen viele Sachen, weil wir irgendwann mal dachten, dass das okay ist und jetzt machen wir halt weiter. Das ist eben so. Wir machen viele Sachen, die dem Schein dienen. Wir tun so als ob. Wir machen viele Sachen, weil wir sie nicht aufgeben können, eine endgültige Trennung scheuen. Wir machen viele Sachen, weil ES uns einfach passiert. Wir machen viele Sachen, um es irgendwem zu zeigen. Wir machen viele Sachen, die genau das Gegenteil von dem sind, was wir eigentlich tun wollen. Verrückte Sachen also. Wir machen viele Sachen, weil wir abhängig sind oder süchtig. Okay, das kommt vor. Wir lassen viele Sachen, weil die schon von anderen getan werden. Wir lassen viele Sachen, weil's die Mühe nicht lohnt. Wir lassen viele Sachen, weil wir es sowieso nicht können, nicht hinkriegen und nicht wissen, wie das geht. Wir lassen viele Sachen, weil wir uns nicht vorstellen können, dass uns das gut tut. Wir lassen viele Sachen, weil wir zu bequem dafür sind. Wir lassen viele Sachen, weil uns nicht klar ist, dass dies eine Gelegenheit ist, die vielleicht NIE wieder kommt. Ja und? Dann das Kind, 5 Jahre: Mama. Wie fängt das Leben an? |
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